Förderverein "Netzwerk Herzinsuffizienz" e.V.

 

 

 Wir über uns

 

Aufgaben des Fördervereins

 

Aufklärung über Herzinsuffizienz (Herzschwäche)

 

Betreuung von Kranken mit chronischer Herzinsuffizienz

 

Förderung von Nachsorgeprojekten

 

Von einer chronischen Herzinsuffizienz (Herzschwäche) sind in Deutschland etwa 1,5 Mio Menschen betroffen. Im Landkreis Böblingen sind das über 7000 Erkrankte. Häufigste Ursachen sind koronare Herzkrankheit und arterielle Hypertonie. Um die Zahl der Krankenhausbehandlungen zu verringern und die ambulante Betreuung zu verbessern, wurde am Deutschen Herzinsuffizienzzentrum der Universitätsklinik Würzburg vor einigen Jahren ein Nachsorgeprogramm entwickelt und in einer wissenschaftlichen Studie auf seine Wirkung hin überprüft. So ließ sich die Lebensqualität der Patienten verbessern, die Zahl der stationären Wiederaufnahmen und die Sterblichkeit verringern.

 

Seit 1. Januar 2009 wird dieses Program auch erfolgreich im Klinikum Sindelfingen - Böblingen eingesetzt.

 

Die Weiterbetreuung der Patienten nach der Entlassung geschieht durch speziell ausgebildete Pflegekräfte in enger Abstimmung mit den behandelnden Hausärzten, niedergelassenen Fachärzten und Ärzten des Herzinsuffizenzzentrums am Klinikum. Die verantwortliche Pflegekraft ist Herr Krüger, den die Patienten noch während des stationären Aufenthaltes kennenlernen und der sie je nach Schwere der Erkrankung zu fest vereinbarten Terminen ein- bis viermal pro Monat anruft. Die 15-20- minütigen Gespräche orientieren sich an detailliert vorgegeben Fragen und Beratungspunkten. Neben Symptomen, die auf eine Verschlechterung der Erkrankung hinweisen, wird geprüft, ob der Patient seine Herzmedikamente korrekt eingenommen hat. Es werden Tipps für die richtige Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivitäten gegeben. Geht es dem Patienten akut schlechter, werden unverzügliche Hausarzt, Facharzt oder manchmal auch Ärzte vom Herzinsuffizienz-zentrum informiert.

 

Das Programm ist ausgelegt für die Dauer von 18 Monaten. Danach sollte der Patient in der Lage sein, Veränderungen im Krankheitsverlauf selbständig zu erkennen und adäquat zu handeln (variable Medikamenteneinnahme, frühzeitiger Hausarztbesuch).

Die Patienten nehmen die telefonische Betreuung sehr gut an. Viele haben ein persönliches und vertrauensvolles Verhältnis zu "ihrer" Telefonschwester entwickelt. Sie fühlen sich sicherer und wissen mehr über ihre Krankheit. Das motiviert sie, den Behandlungsplan einzuhalten und sich aktiv an der Behandlung zu beteiligen.

Bisher wurden bereits über 170 Patienten betreut.

 

 

von links:

Chefarzt Dr. O. Weber, Chefarzt Dr. W. Rupp, Fachschwester für Herzinsuffizienz Helga Burkl-Klocke, Fachkrankenpfleger Eberhard Krüger